Das Konzept

Das internationale Nachwuchsfilmfestival wurde vor vielen Jahren von filmbegeisterten jungen Erwachsenen und Jugendlichen gegründet. Dieses Jahr findet es mit der Unterstützung öffentlicher Träger*innen bereits zum 29. Mal statt. Beim REC-Filmfestival Berlin erhalten junge Filmschaffende eine Plattform, um ihren Film einem Publikum zu präsentieren, direkte Reaktionen auf ihr Werk zu erleben und professionelles Feedback durch eine Jury zu erhalten. Zudem können sie wichtige Kontakte und Freundschaften knüpfen sowie an spannenden Workshops teilnehmen.

Das REC-Filmfestival Berlin unterteilt sich in die beiden Sektionen REC for Kids (6-12 Jahre) und REC for Youth (13-25 Jahre) und deckt dadurch zwei essentielle Bereiche ab: medienpädagogische Arbeit mit jüngeren Teilnehmenden sowie Nachwuchsförderung für die älteren Teilnehmenden. Das Thema, die Länge und die Machart der Filme sind freigestellt. Dabei kommt es auch nicht auf die Professionalität der Filme an. Das Festival möchte vielmehr eine bunte Mischung an internationalen Filmen präsentieren. Am letzten Tag des Festivals vergibt die Jury Preise mit einem Gesamtwert von 5.000,- Euro.

REC for Kids

Der offene Wettbewerb im internationalen Rahmen soll den jungen Filmemacher*innen die Möglichkeit bieten, ihre eigene Arbeit einem Publikum vorzustellen, die Reaktion des Publikums zu erleben, ein professionelles Feedback durch die Jury zu erhalten und natürlich tolle Preise zu gewinnen. Außerdem wird der Austausch zwischen den Filmemacher*innen gefördert und es können neue, auch internationale Kontakte geknüpft werden. Die Teilnahme am Wettbewerb trägt daher zum Lernprozess und der Weiterentwicklung der jungen Filmemacher*innen bei. Ebenso interessant ist der Wettbewerb für Lehrer*innen und Medienpädagog*innen, um Anregungen zu erhalten, sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Die jungen Zuschauer*innen sehen in den jeweiligen Filmblöcken mehrere kurze Filme, die anschließend medienpädagogisch durch die Moderation besprochen werden. So soll sich spielerisch ein Verständnis für das Medium Film und die Produktion desselben entwickeln. Die Filme sind in ihrer Machart und den Themen bunt gemischt. So können es z.B. Legetrickfilme, Animadok oder Realfilm sein. Dadurch lernen die Kinder ein breites Spektrum an Möglichkeiten der Filmproduktion kennen und entfernen sich vom reinen Konsum professioneller Filme und Fernsehsendungen. Ziel ist es, den Kindern näher zu bringen, wie solche meist einfach aussehenden Filme produziert werden und welcher Aufwand tatsächlich dafür notwendig ist. Das Besondere dabei ist, dass alle gezeigten Filme eben nicht von Filmprofis stammen, sondern von Kindern, die in einem ähnlichen Alter wie die Zuschauer*innen sind. Dadurch entsteht eine realistische Vergleichsgruppe und die Kinder sehen, welche Möglichkeiten sie haben. Zudem gibt es die Gelegenheit, das erlangte Wissen in den angebotenen Workshops zu verschiedenen film- und medienbezogenen Themen zu vertiefen, sich auszuprobieren und kreative Ideen umzusetzen.

Neben jeder Menge Spaß sollen die Kinder am Ende des Tages ein größeres Verständnis für Film entwickelt und in einzelnen Bereichen durch die Workshops vertieft haben.

REC for Youth

Die Sektion REC for Youth (vormals „REC internationales junges Filmfestival“) fokussiert sich hauptsächlich darauf, jungen Filmemacher*innen eine Plattform zu bieten und den Filmnachwuchs zu fördern. Darum bilden in dieser Sektion professionelles Feedback und die kritische Reflexion der vorgeführten Filme einen besonderen Schwerpunkt. Erreicht wird dieser medienpädagogische Anspruch durch eine fachkundige Moderation, die Möglichkeit mit dem Publikum zu diskutieren sowie die kompetente Kritik der Fachjury, welche sich aus Filmschaffenden, Journalisten und Filmkritiker*innen zusammensetzt.

In diesem Jahr soll Altbekanntes verbessert und sich auf Stärken konzentriert werden. So soll das Internationale gestärkt und darum mehr auf die englische Sprache gesetzt werden. Der Ansatz der Nachwuchsförderung wird ernster genommen werden, dem Amateurfilm wird ein größerer Fokus eingeräumt. Dazu wird zum einen die Altersgruppe mit einem maximalen Einreichalter von 25 statt 27 Jahren verjüngt, und zum anderen werden von Institutionen unabhängige Filme bei der Filmauswahl bevorzugt.

Eine wichtige Rolle in der Sektion REC for Youth spielt selbstverständlich der internationale Austausch unter den Nachwuchsfilmemacher*innen, welcher durch einige kleine Änderungen dieses Jahr noch verstärkt wird. Berlin soll als Medienstadt erfahren und multinationale Beziehungen sollen gefördert werden, denn in den vergangenen Jahren sind durch diese inoffiziellen und offiziellen Zusammenkünfte bereits mehrere spannende, neue Projekte und Zusammenarbeiten entstanden.