Preisträger*innen 2020

REC for Kids

Der Goldene Clip geht an den Film:
DINOSAURIERGESCHICHTE von Adrián Expósito Díaz

Der Dinosaurier Rex macht sich auf die Suche nach Futter und findet dabei etwas völlig Unerwartetes: Freundschaft. Durch seine neuen Freunde ändert Rex schließlich den Blick auf sein bisheriges Leben. Um diese einfache und universelle Geschichte wirkungsvoll zu erzählen, nutzt Adrián Expósito Díaz auf beeindruckende Weise die Mittel, die ihm zur Verfügung stehen. So liefert er mit seinem Film ein perfektes Beispiel dafür, dass jeder gelungenen filmischen Erzählung eine originäre Idee und deren kreative Umsetzung zugrunde liegen.

Der Silberne Clip geht an den Film:
INSEKTEFFEKT von Emil Schwarzenbach, Kilian Beierl und Tim Dinter

Mit klaren Einstellungen, passendem Score, durchdachter Ausstattung und einem ausgezeichneten Schauspiel zeigt uns der Film die Unentbehrlichkeit der Insekten für unsere täglichen Grundnahrungsmittel auf. Der Film bringt die Wichtigkeit des Artenschutzes auf den Punkt und verdeutlicht nebenbei auf originelle Weise dessen Einfluss auf die gesellschaftliche Gerechtigkeit. Der dokumentarische Abspann bestätigt den großen Aufwand und die hohe Hingabe aller Beteiligten. Eine eindrückliche Umsetzung auf einem technisch hohen Niveau – Chapeau!

Eine Lobende Erwähnung erhält der Film:
THE SPEECH von der 4. Klasse St. Martinus, Molenbeeck

Ein Politiker wird von widrigen Umständen daran gehindert eine Rede zu halten. Seine Mitarbeiterin muss dafür herhalten, bis sie die Schnauze voll hat. Anarchistisch erzählt, nonverbal humorvoll, lebendig, gesellschaftlich relevant und aktuell – eine tolle Teamarbeit!

Eine Lobende Erwähnung erhält der Film:
ONE SMALL CHANGE von Cappabue National School

Die Schüler*innen aus Irland sprechen uns in ihrem lebendigen Musikvideo sehr direkt an und bombardieren uns mit ihren guten Ideen, Bildern, Texten, Gesichtern. Es geht um nichts weniger als die Zukunft unserer Erde, die es zu schätzen gilt. Und es gibt viele Möglichkeiten, damit anzufangen. One small change – big effects! Recht haben sie!

Eine Lobende Erwähnung erhält der Film:
OPERATION SMARTIES von Young Images e.V. Berlin

Das Lob geht hier an ein Team, dem ein ganz besonderer Genrefilm gelungen ist. Es geht um Smarties, aber weil der Film und seine Macher*innen alles ernst nehmen was sie tun, nehmen wir auch beim Zuschauen alles ernst und haben dabei enormen Spaß. Denn die Kindergang stellt viele Gangsterbanden in den Schatten, die man sonst so zu sehen kriegt.

REC for Youth

Der Goldene Clip geht an den Film:
CAUGHT ON TAPE von Luis Babst

CAUGHT ON TAPE stellt die Frage, ob ein Kennenlernen gelingen kann, auch wenn der genaue Zeitpunkt des Endes bereits feststeht. Auf einer Videokassette ist ein Mädchen in einem leeren Kellerraum zu sehen. Ben bemerkt, dass er mit ihr auf dem Band kommunizieren kann. Sie freunden sich an. Doch die Zeit ist knapp. Ein ruhiger sensibel erzählter Film, dem es mit seiner konsequenten Umsetzung, auf eindrückliche Weise gelingt, sich mit dem Thema Beziehung auseinander zu setzen.

Der Goldene Clip geht an den Film:
TOMS WESTERN von Inga Degenhard

Ein Bahnhof, zwei Helden, weite Landschaften und ein Pony: TOMS WESTERN erfüllt alle Anforderungen des Genres und bricht gleichzeitig die Klischees: Der Film erzählt von den Träumen eines Teenagers mit Downsyndrom auf dem Land. Ohne gesprochene Dialoge und mit kreativ eingesetzten Filmzitaten ist der Film gleichermaßen eine Hommage an das Genre und an seinen Helden Tom.

Der Silberne Clip geht an den Film:
WHILE THAT HAPPENS von Nacho Ozores

Wenn Angst lähmt, spielt Rationalität keine Rolle. Den Macher*innen von WHILE THAT HAPPENS ist es gelungen, die Zuschauer*innen in das Innenleben von Nico, einem Sportler mit einer Angststörung, mitzunehmen. Das Kammerspiel besticht durch seine einfache und gelungene Umsetzung. Ein Schauspieler, eine Kameraeinstellung und ein Auto sind in diesem Film alles, was die Filmemacher*innen brauchen,
um Nicos Innenwelt mit erlebbar zu machen.

Eine Lobende Erwähnung erhält der Film:
THE GREY-AREA RAPE von Anna Adell

THE GRAY-AREA RAPE beschreibt die Grauzone in der Sexualität einer Partnerschaft zwischen Begehren, Drängen und Gewalt. Mit hervorragenden Schauspieler*innen erzeugt der Film eine Dramatik, die das Thema vor allem emotional verstehen lässt.

Eine Lobende Erwähnung erhält der Film:
PHOTO DE FAMILLE von Marius Langlois

Vier Menschen, die wir nie sehen, in einer Wohnung die kaum persönliche Hinweise enthält. Mit statischen Bildern und einer eindringlichen Off-Stimme erzählt PHOTO DE FAMILLE eine dramatische Familiengeschichte.
Die Bilder der immer wieder gleichen Wohnungsdetails beschreiben den
Raum und lassen die persönliche Assoziation auswegloser Enge in unseren Köpfen entstehen.

Doku Clip

Der Doku Clip geht an den Film:
ALEXANDRIA von Ahmed Tag M.

ALEXANDRIA ist ein sehr persönlicher Dokumentarfilm, der die Identifikation des Autoren mit der Melancholie seiner Heimatstadt spürbar werden lässt und diese dem eigenen Schicksal in der alles verschlingenden Metropole Kairo gegenüberstellt. Der Regisseur hat eine poetische Form gewählt, die mit wenigen Mitteln das Lebensgefühl sehr glaubhaft und authentisch darstellt, die persönlichen Empfindungen werden dabei gleichzeitig zu einem Gleichnis des Lebens in der Moderne.

Eine Lobende Erwähnung erhält der Film:
PALUDIKULTUR von Swantje Furtak

Swantje Furtak findet einen sehr kreativen Weg mit filmischen Mitteln ihr Forschungsgebiet anschaulich zu illustrieren. Die Videokamera wird dabei zu einem Werkzeug, dass die ganz subjektive Erkundung des Themengebietes in sehr erfrischender Weise dokumentiert und die Montage bringt die verschiedenen Aspekte in einer ebenso spannenden wie kurzweiligen Erzählung zusammen.