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Die Preisträger:innen 2025

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  • Beitrag veröffentlicht:20. September 2025
  • Lesedauer:16 min Lesezeit

REC for Kids 2025

Goldener Clip 2025

#wolfchallenge

von Frederic Crohn, Laura Kenning, Roland Weber

Was braucht es, um die Generation YouTube für die Natur zu interessieren? Richtig: eine Challenge. Das dachten sich wahrscheinlich auch die Filmemacher:innen der Mockumentary #wolfchallenge. Mit einer beeindruckenden Portion Selbstironie und einer authentischen Darstellung locken uns die Protagonist:innen in einen Nationalpark. Dort tauchen wir in die Welt der Fährtenleser ein und erleben gleichzeitig auf äußerst unterhaltsame Weise jugendliche Frustration. Im Gegensatz zum Protagonisten schaut die Kamera ganz genau hin und entdeckt die Schönheit im Kleinen, die Einzigartigkeit im Detail und vor allem die Vielfältigkeit der Natur. 

Am Ende haben wir keinen Wolf gesehen, aber es hat uns unglaublich Spaß gemacht.

Goldener Clip 2025

Verfuchst noch mal, ich hab Hunger!

von Luisa und Isabella Stiletto

Dieser Film erzählt in einem überaus fantasievollen Katz-und-Mausspiel von einem hungrigen Fuchs und einem findigen Truthahn. VERFUCHST NOCH MAL, ICH HAB HUNGER! schafft es mit einer reduzierten und klaren Bild- und Formensprache, eine Welt zu eröffnen, in der spielerisch und immer überraschend die Geschichte von Jäger und Gejagtem neu interpretiert wird. Die Filmemacherinnen öffnen die Zauberkiste der Animation und beherrschen bereits in jungem Alter die gesamte Bandbreite der Trickfilmkunst. Formen und Objekte bleiben nicht, was sie sind, sondern verändern sich und unterwerfen sich dem Gedankenstrom der Erzählerinnen. So kann ein Fluss zu einem Spielfeld werden, ein Truthahn zu einem Blätterdach und ein Fuchs zu einer Wippe. Der Film beeindruckt durch seine graphische Gestaltung – losgelöst von den Gesetzen der Physik erzählt er mit Fantasie, Kreativität und beeindruckender visueller Ästhetik.

Silberner Clip 2025

Vers un monde meilleur 

(Towards a better world)

von Atelier Caméléon

Kinder und Jugendliche setzen sich mit Erinnerungskultur auseinander und kreieren gemeinsam einen Dokumentarfilm, der uns direkt gefesselt hat. Die selbst eingesprochenen Gedanken der jungen Menschen berühren uns und bilden eine Ton-Ebene, die im Zusammenspiel mit einer ästhetisch adäquaten Bildsprache einen unglaublich beeindruckenden Film entstehen lassen.

Ausgehend von den Aussagen des Zeitzeugen und Holocaust-Überlebenden Simon Gronowski gelingt es den jungen Filmemacher:innen ehrlich und offen über ihre Gefühle zu reden. Das bewegt uns und regt zum Nachdenken an. Der erste Schritt TOWARDS A BETTER WORLD. 

Medienpädagogischer Clip 2025

Gemeinsam stark 

von bilderbewegen e.V. – Kinder und Jugendliche aus der Förderschule in Teterow

Was macht uns aus? Was macht uns stark? Kinder und Jugendliche aus Teterow beantworten in ihrem herzerwärmenden Beitrag die Frage eindeutig: Gemeinschaft. Diesen Zusammenhalt spüren wir in jedem Frame des Films. Deshalb wollen wir den Preis für die beste medienpädagogische Arbeit an GEMEINSAM STARK und das medienpädagogische Team von Bilderbewegen e.V. vergeben. Uns beeindruckt die Kreativität, die uns sowohl auf musikalischer als auch auf visueller Ebene überzeugt. Das Projekt ermöglicht den Kindern, ihre individuellen Fähigkeiten und Stärken einzubringen und sich künstlerisch zu entfalten. Dadurch entsteht ein Musikvideo mit selbst geschriebenen Texten von und für Kinder: immer auf Augenhöhe.

Lobende Erwähnungen

Lilos Abenteuer

von Grundschule Nördlingen – Die Moviebande

Linda Weißgerber und Leni Stöcklein

Dieses liebevoll animierte Abenteuerepos über den kleinen Raben Lilo hat uns mit seiner Warmherzigkeit, seiner Kreativität und seiner Liebe zum Detail überzeugt. Den jungen Filmemacher:innen gelingt es auf beeindruckende Weise die von Hand gestalteten Waldtiere zum Leben zu erwecken. Dazu tragen vor allem die professionell eingesprochenen und authentischen Dialoge von Lilo, der Eule, dem Kuckuck und dem Adler bei. Sie nehmen uns mit auf ein spannendes Abenteuer, das uns immer daran erinnert, was wirklich wichtig ist: Gemeinschaft. Lobenswert erscheint uns auch, dass die Schule hier jungen Kreativen den Raum geben hat, sich zu entfalten und dieses tolle Filmprojekt zu realisieren. 

Too Much

von Katusha Calac

Wie schafft man es als hochsensibler Mensch in einer Welt zu überleben, die immer laut, die immer TOO MUCH ist? Die junge Filmemacherin nimmt uns mit in ihren Gefühlskosmos und lässt uns ihre Überforderung und Verzweiflung unmittelbar mitfühlen. Uns beeindruckt die starke und sehr persönliche Erzählperspektive der Protagonistin, die anhand einer originären, künstlerisch anspruchsvollen, Bild- und Tonsprache umgesetzt ist. Besonders freut uns, dass sie am Ende eine Lösung findet, um sich vor der äußeren Reizüberflutung zu schützen. 

Tony entdeckt KI

von bilderbewegen e.V.

KI ist komplex und kompliziert, aber das Filmteam von „Tony entdeckt KI“ schafft es, uns dieses Thema auf eine besondere, anschauliche und kreative Art näher zu bringen. Und das ganz ohne KI. Im Gegenteil: Sie nutzen die handgemachte Technik des Stop-Tricks und kreieren einen Animationsfilm der genau so schon fast bei der Sendung mit der Maus laufen könnte. Liebevoll gestaltete Figuren, sinnvolle grafische Designs und sehr gut gesprochene Voice Over Texte verdichten sich zu einem Film, der uns einfach begeistert hat und zeigt, dass Erklär-Filme nicht langweilig sein müssen.

Novine 

(The Newspapers)

von FKVK Zaprešić

Wir tauchen ein in eine Welt, die aus Nachrichten besteht. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Aus Zeitungen wird ein wunderbarer Animationsfilm geschaffen, bei dem das Medium selbst zum Protagonisten wird. Einfallsreich, fantasievoll und technisch auf hohem Niveau erleben wir einen Film voll von vielschichtigen Bildern und einer Prise Humor.

Eine Teamarbeit, ein Kunstwerk und am Ende auch noch ein Zeitungs-Zombie… Das muss gelobt werden.

REC for Youth 2025

Goldener Clip 2025

Red Reverie

von Hugo Fearon

Ein Tagtraum in rot! Der Film ist ein sensibles Gesamtkunstwerk. Der junge Filmemacher verbindet Mini-DV, Bild-im-Bild-Projektionen, Animation und Musik mutig zu einer intensiven Filmsprache. Nie als Selbstzweck, sondern stets, um das zarte Spiel der zwei jungen Schwestern zu verstärken, die auf sehr unterschiedliche Weise den Tod ihrer Eltern verarbeiten. So entsteht ein Werk, das experimentell, mutig, bildgewaltig und zutiefst berührend ist. Deshalb möchte wir RED REVERIE von Hugo Fearon mit dem goldenen Clip auszeichnen.

Goldener Clip 2025

ZWISCHEN

von Jannis Berner

Satte Farben und weite Bilder entfalten sich, und doch sind wir ganz nah dran an zwei Leben, die so nah und doch so fern erscheinen. Werden sie sich jemals begegnen? Mit künstlerischer Souveränität und empathischem Blick lässt der Film zwei Welten aufeinanderprallen: eine still für sich, die andere voller Leben. Links und rechts – und dennoch spüren wir, wie ähnlich wir uns sind. Was steht also zwischen uns? Alltäglichkeit wird hier groß, in einer Filmsprache, die uns hineinzieht und nicht mehr loslässt. Darum geht der goldene Clip an ZWISCHEN von Jannis Berner und seinem Team.

Silberner Clip 2025

T.H.O.U.G.H.T.s

von Aimée Vollmer

An diesem Film beindruckte uns einiges und in allen dieser Nuancen waren wir uns einig – die Einfachheit und Klarheit der Umsetzung, die schauspielerische Leistung der jungen Darstellerin, die Kritik an der strukturellen Anforderung, die schon einen so jungen Menschen in einer kurzen, sogar erzwungenen Pause überwältigen. (Momente, die wir alle kennen),  mit wenigen Strichen präzise scharf und durchdringend zum Ausdruck gebracht. 

Der silberne Clip geht an – T.H.O.U.G.H.T.s

Doku-Clip 2025

Wie fühlt sich Sterben an?

von Sophia Wimmer, Anne Hartmann

Der Film konfrontiert uns auf einfühlsame und warmherzige Weise mit dem Tod – etwas, das uns alle betrifft. Landschaften ziehen an uns vorbei, so wie auch das Leben vergeht. Besonders berührend ist, wie hier Menschen am Anfang ihres Lebens mit den Menschen sprechen, die kurz vor dem Ende stehen. So unterschiedlich wie die Menschen sind, so unterschiedlich ist auch ihr Blick auf den Tod. Mal sehen wir Gesichter ganz nah, mal reicht das Zittern einer Hand. Mit großer Sensibilität nehmen uns die Filmemacherinnen die Angst vor einem Ort, den niemand gern betritt. Darum geht der Doku Clip an Sophia Wimmer und Anne Hartmann für WIE FÜHLT SICH STERBEN AN?.

Lobende Erwähnungen

Naims Esel

von Ron Vodovozov

Ein Tag wie jeder andere wird in diesem Film zur Chance, über sich hinauszuwachsen – und lädt auch uns ein, das Gleiche zu versuchen. Ein Schnips, und alles ist vorbei. War es real oder nur ein Gedanke? War da ein Esel? Mit spielerischer Leichtigkeit führt uns die Geschichte zum Kern: das Streben nach einer besseren Version unserer selbst. Besonders berührt uns, wie ein vermeintlich dunkler Ort von Menschen erhellt wird, die strahlen. Jemand, der sonst unsichtbar bleibt, wird ins Zentrum gerückt – und durch ihn fühlen auch wir uns gesehen. Dafür möchten wir Naims Esel von Ron Vodovozov und seinem Team herzlich würdigen.

Meisterdiebin

von Nikita Koppert, Helena Weiser

Für die meisterhafte Idee, Produkt der lebendigen und klugen Fantasie, humorvolle Umsetzung und sichtbare Leidenschaft zum Film, ja, durchaus belebenden Phantasie, wobei selbst alte Meister nicht imstande sind, weiterhin ihr gelassenes Schweigen zu bewahren – Bravo! – auch für die humorvolle Umsetzung und sichtbare Leidenschaft zum Film – eine lobende Erwähnung für die „Meisterdiebin“.

Tief in uns

von Carolin, Chantal, Nocase

Ein bewegender Film, mit beeindruckender Leidenschaft zum Thema. Die Menschen spielen und erzählen sich hingebungsvoll von ihren Gefühlen, um das Abstrakte zu erspüren. Einen Zugang zu der ihnen nicht selbstverständlichen Welt zu bekommen. Dabei öffnet sich auch die Welt von jedem einzelnen Protagonisten ein Stück weit. Wir lernen nicht nur die verschiedenen Gefühle kennen, sondern ein bisschen auch die Menschen, dessen Gesichter  das unverkennbare Gefühl – die Freude am Spiel hell leuchten lässt.  Eine lobende Erwähnung für „Tief in uns“.

Partnerstädte Wettbewerb 2025

der Partnerstädte Tempelhof-Schöneberg Berlin

1. Platz

Home

von Elena Doroshko

Amstelveen

Der Film Home besticht durch seine besondere Nähe und persönliche Handschrift. Wie ein leises Tagebuch eröffnet er einen Blick in die Gefühlswelt der Protagonistin, die zugleich individuell und universell erfahrbar ist. Umziehen, Fremde, ein neuer Anfang.

Mit feinen Beobachtungen und einer sorgfältigen Darstellung gelingt es Elena Doroshko, innere Stimmungen sichtbar zu machen und sie in eine filmische Form zu übersetzen. Das Werk überzeugt durch seine klare Struktur und seine behutsame Bildsprache. Auf diese Weise entsteht ein Film, der ebenso persönlich wie allgemein gültig wirkt und durch seine Ehrlichkeit berührt.

2. Platz

Gabrielle

von Aëla Thomaoglu, Soléne Fillon, Camille Crepel

Charenton-le-Pont

Manchmal reicht ein einziger, langer Kamerablick – und man weiß: Hier stimmt alles.
Die eindrucksvolle Plansequenz zu Beginn des Films zieht uns sofort in eine Welt, die zugleich persönlich und universell wirkt. Im Zentrum steht das Thema Demenz – ein schwieriges, oft schmerzhaftes, aber hochaktuelles Thema.
Mit einem feinen Gespür für Bildsprache, Rhythmus und Nähe erzählen Aëla Thomaoglu, Soléne Fillon und Camille Crepel aus Charenton-le-Pont eine Geschichte, die berührt und nachhallt.

Deshalb geht der zweite Platz im Wettbewerb der Partnerstädte von Tempelhof-Schöneberg an den Film Gabrielle.Herzlichen Glückwunsch!