Liebe Festivalgäst:innen, Filmbegeisterte, liebe Filmschaffende,

auch in diesem Jahr geben junge Filmschaffende aus aller Welt Einblicke in ihre Gedanken, Erfahrungen und Fragen. Über 600 Filme wurden eingereicht, 70 Beiträge aus 18 Ländern haben es in das Festivalprogramm geschafft. Sie erzählen von sehr unterschiedlichen Lebensrealitäten und zeigen, wie aufmerksam junge Menschen ihre Umgebung beobachten – und wie kreativ sie ihre Geschichten erzählen.

Auffällig und auch wenig überraschend ist in diesem Jahr, dass sich viele Filme mit den Folgen von Krieg und Konflikten auseinandersetzen. Daneben richtet sich der Blick immer wieder auf vergangene Generationen: auf Erinnerungen, Familiengeschichten und die Frage, was wir von denen übernehmen, die vor uns gelebt haben. Ein weiteres Motiv, das sich wie ein roter Faden durch das Programm zieht, ist das Meer. Mal als Sehnsuchtsort, mal als Grenze oder Lebensraum, mal als Sinnbild für Freiheit, Veränderung oder Ungewissheit.

Gerade diese wiederkehrenden Themen zeigen, dass junge Filmschaffende nicht nur von ihrer eigenen Lebenswelt erzählen, sondern größere Zusammenhänge in den Blick nehmen. Ihre Filme stellen Fragen, ohne einfache Antworten zu geben. Sie laden dazu ein, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Neben den Wettbewerben „REC for Kids“ und „REC for Youth“, bei denen auch in diesem Jahr unsere „Clips“ im Gesamtwert von über 5.000 Euro vergeben werden, erwartet die Besucherinnen und Besucher wieder ein abwechslungsreiches Festivalprogramm. Für Kinder gibt es zwei Animations- und erstmals einen Kurzfilmworkshop, ältere Jugendliche können sich in einem Stuntworkshop ausprobieren. Dazu kommen gemeinsame Abende, ein Filmquiz, ein Kennenlernen im Speeddating-Modus und natürlich unsere Festivalparty – viele Gelegenheiten, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Auch in diesem Jahr ist der Wettbewerb der Partnerstädte ein fester Bestandteil des REC-Filmfestivals Berlin. Aus zehn Partnerstädten reisen junge Filmschaffende nach Berlin, um ihre Filme zu präsentieren, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Festivalatmosphäre zu erleben. Was vor einigen Jahren als medienpädagogischer Workshop begann, hat sich zu einem lebendigen internationalen Austausch entwickelt, der das Festival nachhaltig bereichert. Die beiden besten Beiträge des Partnerstädte-Wettbewerbs werden auch in diesem Jahr wieder ausgezeichnet.

Unser herzlicher Dank gilt dem Jugendamt Tempelhof-Schöneberg, das das REC-Filmfestival Berlin seit mittlerweile 35 Jahren kontinuierlich unterstützt und möglich macht. Wir bedanken uns herzlich beim amtierenden Bezirksbürgermeister, Herrn Jörn Oltmann, für die Unterstützung des Festivals. Ebenso danken wir Herrn Schworck für seine wirklich langjährige Verbundenheit und seinen fortwährenden Einsatz für das Festival. Bedanken möchten wir uns außerdem bei unseren Partnerinnen, Partnern sowie Sponsorinnen und Sponsoren – darunter die ufaFabrik, das Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum in der ufaFabrik e.V. (NUSZ), Geier-Tronic und viele weitere, die das Festival mit ihrem Engagement unterstützen.

Wir wünschen Ihnen inspirierende Filmtage, spannende Begegnungen und viele Gespräche, die noch lange über das Festival hinaus nachwirken.

Ihre Festivalleitung
Rahel Puhl & Joscha Stracke