REC Filmfestival 2023

Schon ab dem 15.12.2022 können wieder Filme eingereicht werden –

für das REC Filmfestival 2023

Festival-Termin: 20. – 23.09.2023

Bitte den Termin vormerken, eintragen, in den Kalender schreiben, auswendig lernen, und wenn Euer Film bei uns läuft, würden wir uns freuen, Euch persönlich auf dem Festival begrüßen zu können. Über alle anderen Gäste freuen wir uns auch!

2022 Die REC for Youth Gewinner

GOLD

CRUDO Spanien

Rafael Martinez Calle

Die Hauptfigur Jose verbringt den Sommer bei seinem Onkel und trifft dort auf einen Mann, der Gefühle in ihm erweckt, die er so noch nicht kannte. Der Film erzählt mit wunderschönen, ruhigen Bildern und einer sehr gelungenen Regie und Schauspielleistung die Entwicklung von Jose und seinem Onkel. Nebenbei wird uns die Schönheit Andalusiens gezeigt und die Lebensfreude der Familie von Jose. Ein wunderschöner Film mit beeindruckenden Bildern, der ohne viel Sprache auf sehr berührende Weise das Gefühlsleben eines Teenagers erzählt, der sich verliebt hat. 


GOLD

Disconnected Head Deutschland

Andreas Dürr

Ein Film, der sich eines Mediums auf technisch brilliante Art und Weise bedient, was ihm in der hier erzählten Geschichte selbst zum Verhängnis wird. Eine spannende Parabel. Eine dystopische Welt, aus der es kein Entkommen zu geben scheint, der Spieler, der vor den fremdgesteuerten „Transhumanen“ flüchtet und verzweifelt nach dem Ausgang sucht. Dabei müssten er und seine Mitspieler doch nur die „falschen Köpfe“ absetzten um zu begreifen, dass sie in der Freiheit und dem Leben bereits zu Hause sind. Das stimmt nachdenklich. 


SILBER 

Mein Bruder Deutschland

Mpower e.V.

„Mein Bruder“ ist ein Einblick in das Leben von Hope und ihren Freunden. Hope wird von ihrem Bruder kontrolliert und lehnt sich dagegen auf. Der Film überzeugt durch seine Authentizität und hat zum Teil einen dokumentarischen Charakter. In „Mein Bruder“ wird mit der Fremdbestimmung durch die Familie ein wichtiges Thema bei Jugendlichen aufgegriffen. Durch Hope, die sich dagegen wehrt, wird auch dem Zuschauer ein Selfempowerment vermittelt. Vielen Dank für diesen guten und wichtigen Film. 


Lobende Erwähnungen

Unfertiges Land Deutschland

Jonathan Schaller

Ein Film wie aus einem Guss: Bildsprache, Dialoge und Schauspiel sind wunderbar aufeinander abgestimmt und in Szene gesetzt. „Unfertiges Land“ kommt mit einem authentischen, ausdrucksstarken Schauspielensemble und einer beeindruckenden Hauptdarstellerin daher und bietet auch thematisch einen gesellschaftlich brisanten Inhalt, der den Zuschauer zum Nachdenken anregt und emotional berührend umgesetzt ist. Der Vater-Tochter-Konflikt ist wunderbar herausgearbeitet. 

Eine beeindruckende Regiearbeit.

Großes Kino! 


Die WG Deutschland

Manuel Boskamp, Sabrina Diekow

Ein humorvolles Zeitzeugnis, eine liebvolle Rückschau aus der Perspektive der heutigen Jugend auf frühere Generationen. „Die WG“ eröffnet eine Plattform, von der aus man einen Blick auf politisches Geschehen sowie zwischenmenschliche Beziehungen werfen kann, und auch darauf, wie sich vom Zeitgeist beeinflusst das Gefühl von „Jugend“ wandelt. Ein Dialog der Generationen entsteht, der heutzutage oft zu kurz kommt. Ein Dialog mit überraschendem Ergebnis: Denn die Jugend der Alt-68iger lebt auf, und die Last der Verantwortung lässt die 2020iger sehr erwachsen erscheinen. 


Take Heart Deutschland

Grundschule Tennenbronn, Lilith Jörg 

Die Filmemacherin hat nicht nur die Hürden im Kopf der Hauptfigur genommen, sondern in außergewöhnlicher Weise einen Stop-Trick-Film produziert, der nicht nur in einer kurzen Geschichte eine Parabel des Lebens und der Arbeit beschreibt, sondern mit detailverliebten Bildern einen sehr stimmigen Look entwickelt hat. So passen die selbst angefertigten Figuren (Puppen) ideal in die Landschaft und beweisen, wie die Kamera der Filmemacherin liebevoll Realität und Fantasiewelt zusammenbringt. 


Magari Österreich/Italien

Shari Ehlers

Magari ist ein wunderschön gefilmtes und gespieltes (die Darsteller:innen- Leistung ist hervorragend!) Portrait vom Erwachsenwerden. Zwei junge Menschen befinden sich in den Bergen, im Nirgendwo und werden auf sich selbst gestellt. Der Film schafft es, ein unglaublich echtes Lebensgefühl zu entwickeln und stellt dabei Fragen unserer Zeit, wie wollen wir sein und was sind unsere Träume und Ideale.  


Doku Clip

Les Trois Portraits du Chaos Deutschland

Liselotte Séchet

Wenn man es schafft, seine eigene Persönlichkeit mit so stimmigen, fantasievollen, nicht erwartbaren und passenden Bildern zu untermalen, seinen Gefühlen so kraftvoll Ausdruck zu verleihen, dann schaffen ein Film und die Filmemacherin, anderen Menschen, sich selbst und den Zuschauer:innen Mut zu machen. Mut für eine unsichere Gegenwart, auch wenn man nicht weiß, wann die Ziellinie überschritten wird. 

Die REC for youth Jury

Martin Danisch

Martin Danisch, geboren 1984 in Niedersachsen, lebt und arbeitet als Filmproduzent und ist Inhaber der Filmproduktionsfirma Turbokultur in Berlin, zusammen mit David Hadda. Nach seinem Diplom an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin wurde er für seinen Kurzfilm „Komm und Spiel“ (Regie Daria Belova) mit dem Kritikerpreis in Cannes ausgezeichnet. Mit Turbokultur ist er Erfinder der Sendungen Heroes, Jokes, Deadlines, Lamia, Stay Live, Homies & Freitagnacht Jews.

Rebecca Rudolph

Rebecca Rudolph ist eine deutsche Schauspielerin. Sie studierte von 2001 bis 2005 Schauspiel an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam. Nach Auftritten in Kurzfilmen gab sie 2003 in „Die Farbe der Seele“ an der Seite von Eva Mattes ihr Filmdebüt unter der Regie von Helma Sanders-Brahms. Seit dem ist sie in diversen Film und Fernsehproduktionen zu sehen. Neben ihrer schauspielerischen Tätigkeit ist sie seit einigen Jahren auch als Gastdozentin an der HFF Konrad Wolf für die Bereiche „Schauspiel und Regie“ tätig. Des Weiteren arbeitet sie als Sprecherin und als Schauspielcoach.

Fee Scherer

Fee Scherer wurde 1979 in Berlin geboren und hat schon früh ihre Liebe zu Bildern und Fotografie entdeckt. Mit 16 hat sie angefangen, in einem Fotostudio zu arbeiten, um nach dem Abitur dann direkt Kamera zu studieren. Mit dem Regisseur Philipp Eichholtz hat sie mehrere Kinofilme im Berlin Mumblecore Stil gedreht, einer davon „Rückenwind von vorne“ hat bei der 68. Berlinale die Rubrik Perspektive Deutsches Kino eröffnet. Neben Kinofilmen hat sie an viele Fernsehserien, Webserien und Cross Media Projekte gearbeitet. Ein besonderer Schwerpunkt von ihr ist Unterwasserkamera. 
Aktuell hat sie gerade die Arbeit an 2 Spielfilmen für das ZDF abgeschlossen und fängt demnächst mit dem Dreh einer Kinderserie an.