Preisträger 2018

REC Filmfestival 2018  – Die Preisträger

REC internationales junges Filmfestival

Der Goldene Clip 1
Push it
(Schweden 2017) Julia Thelin
Einprägsame Bilder für eine einprägsame Geschichte. „Push it“ erzählt einen kurzen Ausschnitt zweier Jugendlicher mit großer Präzision. Mit kluger Wahl der filmischen Mittel und einer bemerkenswerten Ruhe bringt uns dieser Film den Protagonisten näher. Großartige Jungdarsteller und eine klare Autorenhandschrift fernab bekannter Klischees machen „Push it“ zu einem außergewöhnlichen Film, dem wir hiermit den goldenen Clip verleihen möchte.

Der Goldene Clip 2
Bubblehead
(Dänemark 2018) Vigga Wagner
Ein wunderschöner, zärtlicher Film über Verletzbarkeit, Einsamkeit, Anderssein – und die Liebe. Mit viel Leidenschaft für fantasievolle Details entführt uns die Filmemacherin in die zerbrechliche wie kreative Gefühlswelt ihrer Hauptfigur. Dem Film gelingt es, durch das nahezu perfekte Zusammenspiel von Kameraarbeit, Farbkonzept, Musik und Bühnenbild eine verzaubernde Atmosphäre zu kreieren und unsere Herzen zu berühren.

Der Silberne Clip
Der frühe Vogel kann uns ma
(D 2017) Lisa Zielke
Das Roadmovie zeigt intime Momente einer Frauen-Freundschaft zwischen Ausgelassenheit und ernsthaftem Gespräch. Die beiden Frauen riskieren durch ihre Direktheit Unverständnis und Verletzung – ohne sich letztlich zu verlieren. Der Film lebt von der gelungenen Montage der Improvisationen und der Nähe zu seinen Charakteren.

Eine Lobende Erwähnung
Biotop
(D 2018) Paul Scholten
Der Film verdichtet wie in einem Kammerspiel das globale Thema der Migration auf den Mikrokosmos einer deutschen Vorortsiedlung. Streng kadrierte Bilder und kluge Regieentscheidungen vermitteln ein groteskes Bild von der wohlgeordneten Alltagswelt der Bewohner, die für manche durch den Bau eines Asylbewerberheims durcheinander zu geraten droht. Gerade durch die enge Fokussierung auf wenige Protagonisten und die Kunst des Weglassens bezieht der Film seine große dokumentarische Kraft.

Eine Lobende Erwähnung
Fucking lejemordere i telefonbogen
(Dänemark 2017) August Aabo
Durch das großartige Zusammenspiel aller Gewerke entführt uns dieser Film in eine andere Welt und nimmt den Zuschauer auf eine emotionale Achterbahnfahrt mit. Die individuelle Bildsprache unterstreicht die Kreativität der Filmemacher. Ein großes Vertrauen in seine Schauspieler und technisch mutige Entscheidungen machen diesen Film in seiner Radikalität zu einem besonderen.

Eine lobende Erwähnung
Jammerlappen
(D 2017) Fion Mutert
Eine sehr private Atmophäre, die mit starker Konsequenz gehalten wird, macht diesen Film zu einem intimen Portrait einer jugendlichen Clique. Unaufgeregt und authentisch in seiner Darstellung bringen uns die Filmemacher den Wünschen und Ängsten der jungen Protagonisten näher. Die lobende Erwähnung geht daher an „Jammerlappen“ und wir hoffen, von den jungen Filmemachern weitere Filme sehen zu dürfen.

Das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm

vergibt den Doku-Clip an
Raum
(D 2016) Isana Shahinas
Der Film handelt von einem Ort, der schwerlich als Lebensraum zu erkennen ist. Schonungslos und mit wenigen Mitteln zeigt die Filmemacherin in diesem beobachtenden Dokumentarfilm, in welchem Kontrast eine Notunterkunft für Geflüchtete zu dem hehren Ziel steht, jedem Menschen ein würdiges Sein zu ermöglichen.
Eine wichtige filmische Auseinandersetzung mit einem Umstand, der nicht ignoriert werden kann.

und eine lobende Erwähnung an
Nachthexen
(Dänemark 2017) Julie Herdichek Baltzer
Mit einer gekonnten Mischung aus dokumentarischen und animierten Elementen führt uns die Filmemacherin in ein grausames und allzu bekanntes Kapitel der europäischen Geschichte. Darin findet sie eine ungewöhnliche Geschichte über Frauen, die sich ohne viel Aufhebens in einer Männerdomäne zurechtfinden. Handwerklich beeindruckend gemacht.

Der Ziegler-Film Förderpreis

geht an die Filmemacher Adrian Sinani und Helga Raß für ihren Film
Der Kanalarbeiter   (D 2017)
Filme machen ist keine leichte Arbeit. Und als Zuschauer weiß man selten, wer dahinter steckt. „Der Kanalarbeiter“ zeigt auf beeindruckende Weise, was ein junger Medienmacher, trotz vieler Handicaps, alles auf seinem YouTube-Channel vollbringen kann.

und an den Filmemacher Fion Mutert für seinen Film
Jammerlappen   (D 2017)
Fion Mutert ist ein junger Filmemacher, der mit seinem Film „Jammerlappen“ zeigt, dass er auf authentische Weise Geschichten erzählen kann und dabei eine eigene Handschrift entwickelt hat. Dafür vergeben wir einen Praktikumsplatz bei Ziegler Film und freuen uns, dass er damit bei einer unserer nächsten Produktionen dabei ist.

REC for Kids
– Jury der Medienprofis

Der Goldene Clip
Please don‘t let me die on the street
(Canada 2017) Joshua Boxill, Lorna Phan, Daniele Pilloud, Brooke Pilloud
Dieser Film öffnet unsere Augen und hallt nach. Der Junge Filmemacher lädt uns ein seinem Protagonisten zu folgen. Der Film schafft es für ein Thema, das uns bekannt ist, einen neuen Blickwinkel zu eröffnen. Der Protagonist ist aktiver Teil dieses Prozesses. Trotz seiner kürze gelingt ihm ein würdevolles Kurzporträt dieses Mannes mit seiner großen Lebensdramatik. Filmisch sensibel und subjektiv hat der Film uns überzeugt.

Der Silberne Clip
Was wir lieben
(D 2018) Karla Mönnig, Tillmann Heide
Filmemachen ist Teamarbeit und das sehen wir hier besonders gut! Ernsthaft aber mit Vergnügen nehmen wir an diesem Arbeitsprozess teil. Wir sehen am Ende einen Film der sich einer großen Frage widmet und trotzdem sehr persönliche Geschichten erzählt. Wir erleben gleichberechtigte junge Filmemacher und erfahren wie aus ihren unterschiedlichen Ideen und Talenten ein jugendlicher Film wird.

Eine Lobende Erwähnung
Schönste Mutter
(D 2017) Fatima Haqdoost, Faesa Haqdoost
Reflektiert und mutig erzählen die jungen Filmemacherinnen und Protagonistinnen über Herkunft und Zukunft in ihrem Leben. Unaufwendig und trotzdem präzise zeigt der Film den Blick der jungen Frauen und den enormen Kulturwandel den sie bewältigen. Ein Film der uns mit Zuversicht entlässt.

Eine Lobende Erwähnung
für das Gesamtwerk von Studio DA (Medienwerkstatt in St.Petersburg)
(Russland)
Hier werden eigene Ideen wahrgenommen und gefördert. Das Studio verbindet Bildende Kunst und unterschiedliche filmische Mittel aus Dokumentar- und Animationsfilm miteinander. Die Kinder werden angeregt selbst Gedanken zu entwickeln. Was ist Heimat? Was würde ich am liebsten mit meiner Zeit machen?
Es entstehen wunderschön gezeichnete, poetische Kurzfilme mit und für Kinder.
Die lobende Erwähnung geht an das Studio DA für die Filme „The very busy day“ und „A lost home“.

REC for Kids
– Kinder-Jury

Der Goldene Clip
YouTube-Stars
(D 2017) Workshopteilnehmer/innen (Betreuung: Marco Rentrop + Sunny Bansemer)
– Aktuelles Thema
– In unserem Alter (deswegen können wir es verstehen)
– Sehr witzig
– Gut gedreht
– Andere Art von Video, da Musikvideo
– Gut gesungen, nicht schief
– gut gemacht

Der Silberne Clip
Artist Talk
(D 2017) Bela Brillowska, Rudi Zylka
– Sehr lustig
– Ironisch, dass Eltern bei ihr leben und nicht andersrum
– Kreuze zu perfektionieren ist Ziel
– Einfach sehr witzig auch wenn nicht perfekt gedreht

Eine Lobende Erwähnung
Das Phänomen
(D 2017) Jugendliche des Teams „phänomenal“
– Sehr erwachsen und ernsthaft
– Geht um heranwachsen
– Sehr gut beschrieben
– Sehr aktuelles Thema

Eine Lobende Erwähnung
Hi~Siri! Oh No~ It’s Mom
(Taiwan 2018) Shuo-Heng Li
– Total toll gemacht mit Knete
– Super kreative Kulisse
– Thema war ziemlich witzig
– Sehr kreativ

Eine Lobende Erwähnung
Kevin allein
(Schweiz 2017) Ivan Kesten, Bleron Bunjaku, Norah Kühne, Naomi Hollinger (crossfade.tv)
– Story richtig schön (mit Happy End)
– Gut gedreht
– Gut geschauspielert
– Kinder in unserem Alter
– Sehr rührend